Die Fledermaus

Meeting vom 03. Juli 2013 Bühne Burgäschi

Operette in 3 Akten von Johann Strauss

Die Fledermaus von Johann Strauss (Sohn) gilt als der Höhepunkt der goldenen Operettenära der Wiener Operette. Sie wurde 1874 uraufgeführt und ist bis heute das meist aufgeführte Musiktheater. Ein Meisterwerk für sich ist bereits die Ouvertüre. In einer freien Sonatenhauptsatzform geschrieben, zählt sie zu den grössten Schöpfungen von Johann Strauss.

Wer kannte schon die Bühne in Burgäschi? Der Autor dieses Artikels jedenfalls nicht. Eine wunderbare grüne Umgebung nahe dem See. Mehr als zwanzig Lions und Partnerinnen/Partner begaben sich an diesen Ort, gespannt, was sie erwartete: Auftakt mit Apero und dann ein einfaches Nachtessen, mit Zeit zum Plaudern. Um 2015 begann die Aufführung. Die Operettenmusik war wohl den meisten bekannt, zu mindest einzelne Passagen. Man freute sich auf den Genuss einer erfolgreichen Operette, wie man sie landauf, landab auf den besten Bühnen aufführt. Die Erwartungen wurden voll erfüllt.

 

 

Die gesprochenen Texte waren immer wieder mit Komisch-Aktuellem gespickt. Von der Seilbahn auf den Weissenstein bis hin zu Berlusconis Eskapaden. Witze aus dem Alkoholiker-Leben heiterten die Stimmung auf.

Nicht das normale Schlussbouquet mit den Auflösungen von Verwirrungen war der Höhepunkt, wie meist bei Operetten, sondern das Wetter in der Schlussviertelstunde! Just auf das Ende hin öffnete Petrus die Schleusen: Die Schauspielerinnen und Schauspieler nahmen das Wasser gelassen. Sie bauten sogar  improvisierte Texte zum Platzregen ein und beendeten die Aufführung klitschnass, aber den Wettergott einbeziehend. Eine eindrucksvolle Leistung der Künstler und der Regie! Das Meeting bleibt in einmaliger „regnerischer“ Erinnerung.

Bericht: L Christoph Zürbrügg

Zur Handlung

Gabriel von Eisenstein muss wegen Beamtenbeleidigung eine Arreststrafe antreten. Er befolgt jedoch die Einladung seines Freundes Doktor Falke, sich auf dem Ball des Prinzen Orlofskys zu amüsieren. Falke will sich dabei für einen früheren Streich Eisensteins revanchieren. - Gabriels Frau Rosalinde verabschiedet sich von ihrem Gatten, der nur vermeintlich ins Gefängnis aufbricht. Auch ihrem Stubenmädchen Adele gibt sie frei.- Wie beide weg sind, kommt Alfred, um sich mit Rosalinde zu vergnügen.

Die traute Zweisamkeit wird durch Gefängnisdirektor Frank gestört, der Eisenstein abholen möchte. Alfred bleibt nichts anderes übrig, als Rosalindes Gemahl zu spielen und sich abführen zu lassen.

Eingefädelt von Falke spielt jeder auf dem Ball eine ihm fremde Rolle. Selbst Rosalinde erscheint verkleidet als ungarische Gräfin. Eisenstein umwirbt mit seinem Charme die hübsche Ungarin. Vom Champagner angeheitert, erzählt Eisenstein allen Gästen, wie er einst Falke blamierte, als er ihn nach einem Maskenball im Fledermauskostüm auf einer Bank liegen liess und ihn so dem Spott der Passanten aussetzten. In der Morgenfrühe beginnt Frank seinen Dienst als Gefängnisdirektor. Bald erscheint auch Eisenstein, der seine Strafe antreten muss und vom Gefängniswärter Frosch vernimmt, dass bereits ein Eisenstein inhaftiert wurde. Es stellt sich heraus, dass sein Namenvetter Alfred heisst. Nun taucht Rosalinde auf. Eisenstein erfährt von Alfreds Besuch bei seiner Gemahlin und klagt die beiden an. Er wird jedoch kleinlaut, als Rosalinde ihm beweisen kann, dass sie ihm in der letzten Nacht als ungarische Gräfin begegnet ist.

Die amüsierte Festgesellschaft erscheint im Gefängnis und Doktor Falke enthüllt sich als versöhnter und (verregneter) Rächer.